Vadim Neselovskyi / Arkady Shilkloper Duo

Auf dem Waldhorn pflegt Shilkloper ganz den weichen und gepflegten Sound, der dem Instrument auch sonst eigen ist. Er bringt nur selten ein wenig Trompetenschärfe hinein und erinnerte in seiner Spielweise immer wieder an ein Instrument, das dem Jazz-Hörer sehr viel vertrauter ist - die Posaune. Vadim Neselovskyi zeigt am Flügel den Einfluss Thelonious Monks, aber auch einen Hauch Cool Jazz hier und einen Schuss Blues dort. Die Stücke beginnen oft so simpel, dass sie naiv anmuten, aber schon nach wenigen Takten verflüchtigt sich dieser Eindruck stets in einer Vielzahl beinah hinterlistig eingeschmuggelter Finessen.

Auf leisen Sohlen wurde ausgebrochen, in fein gesponnenen Linien quer geboppt, um dann eine Chopin-Mazurka zu entstauben, einen moldawischen 7/8 - Tanz mit Take Five zu verschmelzen oder in einem rollenden Boogie humoriges Entenschnattern zu imitieren. Auch ein großes Alphorn und ein kleines Jagdhorn kommen zum Einsatz.

Neselovskyi spielt einmal Melodica und Klavier simultan, und Shilkloper bläst sein Horn sanft in den offenen Flügel, bringt dessen gerade stille Saiten zum Schwingen und erzeugt damit ein ganz eigentümliches Echo von zauberhafter Schönheit. Die stärkste Faszination aber liegt darin, mit welch relativ leisen und gezügelten Tönen das Duo ein solch hohes Maß an Spannung und Erregung zu erzeugen vermag.

Organisé par JAIL (Jazz in Luxembourg) en collaboration avec le Centre Culturel de Rencontre Abbaye de Neumünster

Vadim Neselovskyi - Piano
Arkady Shilkloper - Alphorn