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Sold out - So dunkel hier

Open-Air-Theater

DE: Am 21. Dezember 1945 titeln die Luxemburger Tageszeitungen mit Bildern der Leiche von Gustav Simon. Der junge britische Offizier, der Simon in seinem Versteck in Paderborn ausfindig gemacht und festgenommen hat, wird als Held gefeiert. Fast zeitgleich entstehen erste Gerüchte um den Tod des verhassten ehemaligen Gauleiters. Hat sich Simon wirklich trotz Dauerbeobachtung in seiner Gefängniszelle erhängt, um dem Prozess in Luxemburg zu entgehen? Oder wurde er von wütenden Widerstandskämpfern erschlagen? Von britischen Soldaten? Auf Befehl der luxemburgischen Regierung? So dunkel hier zeigt vier Menschen auf einer Autofahrt mit ungewissem Ziel und sicherem Ausgang. Ist ein Tod, den jeder will, überhaupt zu verhindern? 

Die historische Spekulation aus der Feder Elise Schmits setzt Regisseurin Anne Simon als Open-Air Veranstaltung auf dem Parvis Neimënster, vor dem Gefängnis also, in welchem der Gauleiter inhaftiert werden sollte aber am Ende nur als Leiche ankam, um. Das Spiel mit Interpretation, Fakt und Fiktion sowie der Unmöglichkeit der Darstellung von Geschichte als universelle Wahrheit liegt der dramatischen Form zugrunde und verspricht also auch eine Reflektion über Theater und das GeschichtENerzählen an sich zu werden. 

Eine Einführung zum Stück findet jeweils eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn statt. Nach der Aufführung lädt das Team mit seinen Partnern zu einem Publikumsgespräch. 

Es spielen: Marc Baum, Nickel Bösenberg, Elsa Rauchs, Konstantin Rommelfangen

Text: Elise Schmit 

Regie: Anne Simon 

Ausstattung: Agnes Hamvas

Maske: Jasmine Schmit 

Abendspielleitung & Assistenz: Sally Merres 

Theaterpädagogik: Julie Kieffer 

Garderobe: Yolande Schmit-Reuter

Videodokumentation: Sven Ulmerich & Julie Kieffer

Photos: Bohumil Kostohryz

Praktikantin: Bea Paquet

Mit der Stimme von Nora Koenig

Ein grosses Dankeschön geht an Laurent Friederich und Markus Wilharm

Die Bühne wurde hergestellt in den Werkstätten des Theater Esch

Coproduction: Hanns asbl, neimënster, Escher Theater
En partenariat avec: Uni Lëtzebuerg, Resistenzmusee Esch, Zentrum fir politesch Bildung
Avec le soutien: Oeuvre de Secours Grande Duchesse Charlotte, Ministère de la Culture.