Martin Walser - Die Inszenierung

Martin Walser, neben Günter Grass der wohl bekannteste deutsche Gegenwartsautor, stellt seinen im September erscheinenden Roman Die Inszenierung vor:

Augustus Baum, ein berühmter Theaterregisseur, liegt nach einem Schlaganfall im Krankenhaus. Herausgerissen aus der Inszenierung der Möwe von Tschechow, inszeniert er weiter, vom Krankenzimmer aus. Nicht nur das Stück, sondern auch sich selbst.

Die Inszenierung ist ein zwischen Ironie und Tragik oszillierendes Kammerspiel über das Kunstwerk der Verheimlichung, die Ehe und das seriöseste und zugleich lächerlichste Leiden überhaupt: die Liebe.

Martin Walser wurde am 24. März 1927 in Wasserburg am Bodensee geboren. Nach seinem Abitur studierte er Literaturwissenschaften, Geschichte und Philosophie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Regensburg und der Eberhard Karls Universität Tübingen. Er promovierte mit einer Dissertation zu Franz Kafka. Für sein literarisches Werk erhielt er zahlreiche Preise, darunter 1981 den Georg-Büchner-Preis und 1998 den Friedenspreis des deutschen Buchhandels. Zudem wurde er mit dem Orden Pour le Mérite ausgezeichnet und zum Officier de l'Ordre des Arts et des Lettres ernannt. Martin Walser ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin, der Sächsischen Akademie der Künste, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt und des P.E.N.-Zentrums Deutschland. Zuletzt veröffentlichte er den Roman Das dreizehnte Kapitel, den die Süddeutsche Zeitung als ein Meisterwerk der Schreib- und Empfindungskunst, eine der bewegendsten Liebesgeschichten auf der Richter-Skala der Literatur feierte.

Organisiert vom Institut Pierre Werner mit freundlicher Unterstützung des Centre Culturel de Rencontre Neumünster

Photo: © Philippe Matsas Opale