30 Jahre Wiedervereinigung

Ingo Schulze im Gespräch mit Nicolas Offenstadt

DE: Ingo Schulze gehört mit seinen Kurzgeschichten und Romanen über die ostdeutsche Provinz zu einem der wichtigsten und international erfolgreichsten Autoren Deutschlands. Sein aktueller Roman ´Die rechtschaffenen Mörder´ bietet die ideale Grundlage für eine gesellschaftspolitische Debatte über die ostdeutsche Provinz gestern und heute. Auf Einladung des Institut Pierre Werner diskutiert Ingo Schulze mit dem französischen Historiker Nicolas Offenstadt. Offenstadt ist über Jahre immer wieder nach Ostdeutschland gereist. Er war überrascht, wie viel noch von der DDR übrig ist und wie die Menschen damit umgehen. Über seine Entdeckungen und Begegnungen schrieb er zwei Bücher: ´Le pays disparu: Sur les traces de la RDA´ und ´Urbex RDA: L'Allemagne de l'Est racontée par ses lieux abandonnés´. Der Abend wird moderiert von dem französischen Journalisten William Irigoyen.

Ingo Schulze wurde 1962 in Dresden geboren und lebt in Berlin. Seine Bücher feierten große Erfolge, wurden für das Kino verfilmt und sind in 30 Sprachen übersetzt. Sein Werk wurde mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Sein neuester Roman ´Die rechtschaffenen Mörder´ erschien im Frühjahr 2020 und handelt von der Geschichte des Dresdner Antiquars Norbert Paulini, der nach der Wende auf rechte Abwege gerät.
Nicolas Offenstadt, geboren 1967 in Suresnes, ist ein habilitierter Historiker an der Universität Paris 1 (Panthéon-Sorbonne). Seine zuletzt erschienen Werke über die DDR (´Le pays disparu: Sur les traces de la RDA´, Stock 2018, Gallimard 2019 Taschenbuchausgabe und ´Urbex RDA: L'Allemagne de l'Est racontée par ses lieux abandonnés´, Albin Michel 2019) erreichten in Frankreich und Deutschland ein großes mediales Echo.

Organisiert vom Institut Pierre Werner, Mit Unterstützung von neimënster

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